Sport und Kultur beim Festwochenende am Waldsportpark

Über 200 Gäste aus unseren Partnerstädten Guéret (F), Puck (PL) und Falkenstein im Vogtland waren am Wochenende zu Besuch in Stein. Der Anlass: Das große Festwochenende "Stein und seine Partnerstädte" am Waldsportpark.

Zum 40sten Jubiläum der Stadt Stein feierten Freunde aus drei Nationen zwei Tage lang ein Fest voller Sport, Musik, (Kunst-)Handwerk und Kulinarik. Bereits am Freitagabend wurden die Besucher aus den Partnerstädten im Festzelt auf dem Gelände des Waldsportparks empfangen. Erster Bürgermeister Kurt Krömer wie auch Bürgermeisterin von Puck Frau Hanna Pruchniewska sowie Bürgermeister Marco Siegemund aus Falkenstein betonten die enge Freundschaft, die sie zu Stein und auch untereinander schätzen. Sie sei auch Grund und Bedingung zugleich für die friedlichen Verhältnisse in Europa, betonten alle anwesenden Bürgermeister(innen). Auch Bezirkstagspräsident Richard Bartsch ließ es sich nicht nehmen, einige Worte an die Festbesucher zu richten. Dank der Unterstützung von drei Übersetzerinnen wurden die Reden und Grußworte für alle Gäste verständlich.

Ein Samstag im Zeichen des Boules

Am Samstag stand ein großes Boule-Turnier im Mittelpunkt des Festwochenendes: Acht Mannschaften mit jeweils drei Spielern traten gegeneinander an. Zwei der Mannschaften bildeten Steiner Stadträtinnen und Stadträte.  Im Triplette traten die nacheinander jeweils zwei Teams à drei Spieler gegeneinander an. Dabei hat jeder Spieler zwei Kugeln, die zwischen 700 und 800 Gramm wiegen, erklärte Spieler und Teil der Turnierleitung André Birne.

Unter Turnierleitung Edmund Wolk startete das Turnier um 10.45 Uhr bei bestem Wetter. Bei Temperaturen um die 30-Grad-Marke wurde den Sportlern volle Konzentration abverlangt. Ziel ist es, die eigenen Kugeln so nah wie möglich am Cochonnet, auch Schweinchen genannt, zu positionieren und als erste Mannschaft 13 Punkte zu erzielen. "Hierfür werden die Kugeln gelegt und geschossen, nicht geworfen", so André Birne, der 2014 zum bayerischen Meister im Bereich Jugend/Erwachsene gekürt wurde.

Erster Platz wurde eine der beiden Mannschaften des Deutsch-Französischen Freundeskreises (Dffk) mit einem Spielstand von 13:7; auch der zweite Platz blieb beim Dffk. Die Bronze-Medaille holen sich die polnischen Spieler aus Puck. "Trotz der Hitze waren alle Spieler außerordentlich diszipliniert. Obwohl einige vor dem Turnier noch nie Boule gespielt hatten, haben sich alle Teilnehmer gut geschlagen", fasst Turnierleiter Edmund Wolk zusammen. Am Nachmittag erhielten die drei besten  Mannschaften den Pokal der Stadt Stein aus den Händen von Edmund Wolk und ließen den hitzigen Tag entspannt ausklingen.
Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann sich jeden Freitag ab 14 Uhr dem Boule-Spiel des Dffk anschließen. Auf dem Boule-Platz am Steiner Fasanenring messen sich wöchentlich Boule-Begeisterte. Die alten Hasen erklären Einsteigern gerne die Regeln des Spiels und geben den einen oder anderen Tipp. "Die Atmosphäre ist familiär und wir treffen uns gerne dort sowohl zum Spielen als auch zum Austausch und gemeinsamen Essen", so André Birne.

Torjubel und Bühnenshows

Der Sonntag gehörte ganz den Fußball-Profis. Auch hier fand ein trinationales Turnier mit jungen Spielern aus Frankreich, Polen und Deutschland statt, welches für viele Besucherinnen und Besucher das Highlight des Festwochenendes bildete. Den Sieg holte sich eine der Mannschaften aus dem französischen Guéret mit einem spannenden Elfmeterschießen.

Auch das Bühnenprogramm kam nicht zu kurz. Aus Puck traten die Showtänzer von "Da Capo al Fine" auf und verzauberten die Besucher mit artistischen Hebefiguren in aufwendigen Kostümen. Außerdem heizte die Cover-Band Small Talk den Zuschauern richtig ein und reihten sich damit in ein vielfältiges Programm aus Musik und Tanz, das Steiner sowie Freunde aus Nah und Fern zu einem ausgelassenen Festwochenende einlud.

Zudem wurde das Gelände für das Festwochenende in einen Marktplatz verwandelt. Landestypische Spezialitäten und Kunsthandwerk aus allen Partnerstädten wurden angeboten und demonstriert. Die Steiner Künstlerin Christa John stellte unter anderem ihren Upcycling-Schmuck vor, den sie selbst designt und fertigt. Die Steinerin Dorothea Prüglmeier zeigte, was sie aus Stoffen so alles zaubert kann - unter anderem eine ganz besondere Tasche in Form eines Schweinchens, welche bereits von "Waltraud und Mariechen" ausgeführt wurde. Aus Guéret begeisterten Steinmetze und Drechsler die Besucher mit ihren Fingerfertigkeiten und aus Falkenstein reiste der Schnitzverein an, der mit seinem Kunsthandwerk viele neugierige Blicke auf sich zog.

Weitere Kunstwerke und Gegenstände rund ums Handwerk schmücken aktuell auch das Heimatmuseum: Am Samstag wurde die Sonderausstellung "Altes Handwerk aus den Partnerstädten" eröffnet. Bis Oktober kann man dort eine vielfältige Ausstellung, die Besucher mit beeindruckenden Exponaten auf eine kleine Zeitreise mitnimmt, besichtigen.

  • Ein buntes, ausgelassenes Festwochenende liegt hinter uns.
  • Beim Empfang am Freitagabend war das Festzelt voll und die Stimmung unter den zahlreichen Gästen grandios.
  • Die Boule-Spieler waren hochkonzetriert und trotz der hohen Temperaturen guter Stimmung.
  • Stadträtin Johanna Dippold beim Boule-Spiel. Das Team des Stadtrates belegte den vierten von acht Plätzen.
  • Die Künstlerin Christa John stellte ihre Kollektion aus Upcycling-Schmuck vor.
  • Man konnte echten Profis beim Schnitzen zuschauen und verfolgen, wir eine detailreiche Holzfigur entsteht.
  • Auch beim Drechseln flogen Späne. Es entstanden zum Beispiel Armreifen, die man direkt nach der Entstehung erwerben konnte.
  • Außerdem waren regionale Spezialitäten aus alles Partnerstädten geboten.
  • Die Steinerin Dorothea Prüglmeier designt Puppen- und Stoffkreationen. An ihrem Stand sah man unter anderem eine Leoparden-Tasche in Form eines Schweins, welche bereits mit "Waltraud und Mariechen" auf der Bühne war.
  • Der Sonntag gehörte ganz den Fußball-Profis, die in acht Mannschaften um den Sieg spielten.
  • Das Bühnenprogramm hielt die Stimmung der Gäste hoch.
  • Eine bunte Mischung aus Musik und Tanz rundete das Festwochenende gelungen ab.
  • Parallel wurde am Samstag die Sonderausstellung "Altes Handwerk aus den Partnerstädten" im Heimatmuseum eröffnet, wo auch stellvertretender Landrat Franz Xaver Forman die Gäste begrüßte.
  • Auch hier finden sich zahlreiche Kunstwerke, die durch aufwendige Handarbeit entstanden sind.
  • Bis Oktober kann die Sonderausstellung besichtigt werden.
Weitere Nachrichten