40 Jahre Stadt Stein: Festakt im Schloss Faber-Castell am 6. Mai

Der 6. Mai 1977, der Ursprung der Steiner Stadtgeschichte, jährte sich am 6. Mai zum 40sten Mal. Dieser historische Tag wurde im Schloss Faber-Castell mit zahlreichen Gästen feierlich gewürdigt.

"Am 26. April 1976 beschloss der Gemeinderat der Gemeinde Stein bei Nürnberg einstimmig, einen Antrag auf Erhebung zur Stadt zu stellen", blickte Kurt Krömer zurück. Mit einem 25-seitigen Erläuterungsbericht untermauerte der Gemeinderat seine Ansicht und argumentierte ausgiebig für die Stadterhebung. Am 6. Mai 1977 war der Tag schließlich gekommen: Der damalige bayerische Innenminister Bruno Merk reiste persönlich von München nach Stein, um die Urkunde offiziell an den damaligen Bürgermeister Josef Dümmelbeck zu übergeben. Es folgte eine ausgelassene Feier in einem Festzelt am Kirchweihplatz. Außerdem wurde der historische Tag im Schloss Faber-Castell zelebriert.

Seitdem hat sich viel getan in Stein, denn "mit der Stadterhebung gab es eine neue Schubkraft in unserer Stadt", so Kurt Krömer. Der Stadtrat beschloss einen Sanierungsplan für Alt-Stein, im Zuge dessen auch die wohl meist fotografierten Gebäude Steins saniert wurden: Die Häuser in der Wassergasse. Ebenso sanierte Faber-Castell die Faber'schen Gebäude am Mecklenburger Platz. Gleichzeitig wurde das Ursula-Bad zu einem Freizeit- und Erholungsbad, zum Palm Beach.

Durch politischen Bestrebungen, Engagement und Beharrlichkeit entwickelte sich die Stadt Stein stetig und es entstanden neue Einrichtungen: Die Volkshochschule Stein im Oktober 1977, das Gymnasium Stein als selbständige Schule 1982, der Kommunalbetrieb Stein im Jahre 2006.

Enge Verbundenheit zu Partnern und Wegbegleitern

Gräfin Mary E. von Faber-Castell drückte in Ihrer Ansprache die enge Verbundenheit zwischen der dem Hause Faber-Castell und der Stadt Stein aus und gratulierte herzlich zum 40sten Stadtjubiläum. "Denn Faber-Castell ist gleich Stein und Stein ist gleich Faber-Castell."

Als eine der vier Kommunen des Landkreises Fürth, neben Zirndorf, Oberasbach und Langenzenn, prägt die Stadt Stein den Landkreis wesentlich. Dementsprechend richtete auch Landrat Matthias Dießl einige Worte an die geladenen Gäste. "Ich gratuliere der Stadt Stein herzlich zum 40sten Jubiläum. Bereits fünf Jahre vor der Stadterhebung wechselte die Gemeinde Stein im Rahmen der Gebietsreform vom Landkreis Nürnberg zum Landkreis Fürth und verlor 1977, kurz vor der Erhebung zur Stadt, den Zusatz 'bei Nürnberg'. Auch dazu gratuliere ich natürlich sehr gerne", sagte Landrat Matthias Dießl humorvoll und sorgte für gute Stimmung im Festsaal.

Der Präsident des Bayerischen Städtetags und Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg Dr. Ulrich Maly griff die Worte des Landrats in seiner Gratulation auf: "Auch ich gratuliere herzlich und blicke auf eine enge Freundschaft zurück. Auch wenn Stein nun nicht mehr offiziell 'bei Nürnberg' liegt, sind wir uns nicht nur freundschaftlich, sondern auch geographisch sehr nah. Denn wenn ein Steiner im Urlaub gefragt wird, woher er denn kommt, so wird er wohl kaum sagen 'Stein liegt zwischen Prag und Stuttgart'."

Auch der Regierungspräsident von Mittelfranken Dr. Thomas Bauer nahm den Festakt im Schloss Faber-Castell zum Anlass, die konstruktive Zusammenarbeit zwischen der Regierung von Mittelfranken und der Stadt Stein zu betonen: "Gemeinsam haben wir bereits viele problematische Sachverhalte gelöst und werden in der Zukunft sicherlich weitere zu lösen haben. Ich gratuliere zum Jubiläum und freue mich auf die nächsten 40 Jahre der guten Zusammenarbeit und Verbundenheit."

Anschließend schnitten alle Redner gemeinsam die "Geburtstagstorte" für die Stadt Stein an. Sie war mit dem "Staaner Stiftla" verziert, dem Maskottchen der Stadterhebung 1977 sowie auch des Jubiläumsjahres 2017.

Begleitet wurde der Festakt sowie die anschließende Feierstunde von den Musikern Frederik Heckel mit dem Saxophon und Rudolf W. Haidu auf dem Klavier. Beide Musiker studieren an der Musikhochschule Würzburg und ernteten für ihre mit beeindruckender Leichtigkeit vorgetragenen Musikstücke großen Applaus.

  • In seiner Festrede blickte Steins Erster Bürgermeister Kurt Krömer gemeinsam mit den geladenen Gästen zurück auf 40 Jahre Stadtgeschichte.
  • Mary E. Gräfin von Faber-Castell betonte die enge Verbundenheit zwischen dem Haus Faber-Castell und der Stadt Stein.
  • Auch auf den Landkreiswechsel von Nürnberg zu Fürth unmittelbar vor der Stadterhebung im Jahr 1977 wurde durch das Grußwort von Landrat Mattias Dießl zurückgeblickt.
  • Dass zwischen Stein beziehungsweise dem Landkreis Fürth und der Stadt Nürnberg keine Rivalität herrsche, machte Dr. Ulrich Maly deutlich. Schließlich habe man nicht nur Gemeinsamkeiten, sondern auch gemeinsame Probleme, "den Straßenverkehr beispielsweise".
  • Nach den Reden und Grußworten schnitten alle Redner gemeinsam eine Torte an, die mit dem "Staaner Stiftla" verziert war.
  • Auch die Mitglieder des Bayerischen Landtags Gabi Schmidt, Horst Arnold, Harry Scheuenstuhl und Petra Guttenberger nahmen an dem Festakt teil. Musikalisch wurde die Feier von Frederik Heckel (Saxophon) und Rudolf W. Haidu (Klavier) umrahmt. Beide Musiker studieren an der Musikhochschule Würzburg.
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