Mehr als 200 Jahre Geschichte verbindet Faber-Castell und Stein. Eine Verbindung, die so dauerhaft ist wie der Name der Stadt Stein: felsenfest!

Doch was genau verbindet eigentlich den Bleistiftpionier mit der Stadt Stein? Lothar von Faber war nicht nur ein erfolgreicher Unternehmer, er war auch ein erfolgreicher Mensch. Er engagierte sich sozial für seine Mitarbeiter und richtete beispielsweise bereits 1844 eine Betriebskrankenkasse ein. Neben einem Kindergarten, Arbeiterbädern und einer Fabrikbibliothek schuf er außerdem für jeden Mitarbeiter, der länger als 50 Jahre für ihn gearbeitet hatte, einen eigenen Fond.  

Auch der Ort und seine Einwohner profitierten sehr von seiner Wohltätigkeit: Die Martin-Luther-Kirche konnte erst Dank seiner großzügigen Stiftung erbaut werden. Auch initiierte er den Bau einer Vielzahl von Arbeiterwohnungen, um seinen Mitarbeitern und ihren Familien eine gesunde Unterkunft zu ermöglichen. Diese prägen noch heute das Steiner Stadtbild. 1869 spendete er für die Gründung des Bayerischen Gewerbemuseums  in Nürnberg 50.000 Gulden. Gemeinsam mit seiner Frau Ottilie verfügte er außerdem über mehrere Stiftungen mit einem Gesamtkapital von mehr als vier Millionen Mark. 

Diese Leistungen für die Stadt und seine Bewohner wurden entsprechend gewürdigt. Lothar von Faber erhielt die Ehrenbürgerwürde der Stadt Nürnberg sowie den Zivildienstorden der Bayerischen Krone. König Ludwig II. ernannte ihn zum lebenslangen Mitglied im bayerischen Reichsrat und erhob ihn in den Freiherrnstand. 

Kein Wunder also, dass die Stadt Stein und das Familienunternehmen Faber-Castell eine enge gemeinsame Geschichte aufweisen. Mit dem Jubiläumsjahr wollen wir uns also nicht nur bei allen Steinern für ihr Engagement und ihre Loyalität bedanken, sondern auch beim großen Förderer, Lothar von Faber. Das Jubiläumsjahr verdeutlicht noch einmal das Zusammenwirken von Faber-Castell und der Stadt Stein und lässt die gemeinsame Historie Revue passieren.